Dr. Michael Enenkel

Facharzt für Orthopädie,
orthopädische Chirurgie und Sportorthopädie.
Oberarzt im
Orthop. Spital Speising

 
 

Mögliche Versorgung von jüngeren Patienten mit Hüfttotalendoprothesen

 

Die Hüftprothesenversorgung hat sich in den letzten Jahren entscheidend weiterentwickelt.
Wo man in früheren Jahren die Prothese möglichst nur älteren Patienten eingesetzt hat, ist
jetzt durch verbessertes Material auch die Implantation bei jüngeren Patienten möglich.

Was sie wissen sollten:

Wann kann eine Hüftprothese eingesetzt werden?

  • Bei starken Belastungs- oder Ruheschmerzen, die eine regelmäßige
    Medikamenteneinnahme notwendig machen.
  • Bei Funktionseinschränkungen wie verminderter Gehleistung
  • Bei Behinderungen von Alltagsbewegungen (Schuhe, Socken anziehen)
  • Bei fehlendem Ansprechen auf konservative Therapie (Physiotherapie, Infiltrationen)
  • Bei eingeschränkter Lebensqualität

Welches Modell soll eingesetzt werden?

  • Diese Frage muss mit dem Operateur besprochen werden. Vor allem muss die Frage der Gleitpaarung besprochen werden (das ist das Material von Hüftkopf – und pfanne).
    Bei jüngeren Patienten wird heute entweder die Kombination Keramik-Keramik, Metall-Metall oder Keramik bzw. Metall mit Kunststoff verwendet.

Wie lange ist die Haltbarkeit?

  • Diese Frage kann man nicht präzise beantworten, da für die Haltbarkeit auch die exakte Implantation entscheidend ist. Die modernen Materialien lassen heute auch auf eine Lebensdauer von 30 und mehr Jahren hoffen.

Ist Sportausübung mit Prothese möglich?

  • Bei einer funktionierenden Prothese grundsätzlich ja. Allerdings sollte das Gelenk muskulär stabilisiert werden können. Nachgewiesen wurde, dass Sportarten wie Rad Fahren, Schwimmen, Tennis, Wandern und Schilanglauf keinen negativen Einfluss auf die Gelenkfunktion haben. Bei entsprechender Technik kann allerdings auch Schi Fahren, Volleyball, Eis Laufen und Joggen betrieben werden. Von Kontaktsportarten ist eher abzuraten, da es bei Stürzen auch zu Knochenbrüchen um die Prothese kommen kann, die wesentlich größere Anforderungen an den Orthopäden stellen als herkömmliche Faktoren.

 

Abschließend ein Fallbericht:

 

43 jähriger Mann, 30 Jahre intensive Sportausübung (Wettkampfmäßig Fußball und Schi Fahren), zuletzt aufgrund von Funktionsverlust der rechten Hüfte keine Sportausübung mehr möglich, eingeschränkte Gehstrecke, Belastungs- und Ruheschmerzen, Probleme bei Schuh- und Socken anziehen. Insgesamt deutlich eingeschränkte Lebensqualität ergibt die Indikation zur Implantation einer Hüftprothese im Juli 2003.


Nach intensiver Rehabilitation mit Einzelheilgymnastik kompletter Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess knapp 2 Monate später. Ca. ein halbes Jahr nach Operation schmerzfreie Sportausübung möglich (Schi Fahren, Tennis, Joggen).
Insgesamt massiv gestiegene Lebensqualität.
Der Name dieses Patienten ist: Dr. Michael Enenkel, der sich durch diese Erfahrung jetzt noch besser in die Situation seiner Patienten einfühlen kann.

 

Wie man sieht, ist auch eine intensivere Sportausübung mit Hüftprothese möglich

   
 
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